Hausmittel bei RLS

Hausmittel gegen Restless Legs Syndrom

Viele Betroffene finden Linderung durch einfache Hausmittel. Diese natürlichen Methoden können RLS-Symptome abschwächen und den Schlaf verbessern – ganz ohne Medikamente.

Bewährte Hausmittel bei RLS

🧊 Kälte und Wärme

Kalte Wickel

Wickeln Sie ein feuchtes, kühles Tuch um die Waden. Die Kälte kann den Bewegungsdrang schnell unterdrücken.

Wechselduschen

Brausen Sie die Beine abwechselnd warm und kalt ab. Beenden Sie immer mit kaltem Wasser. Dies fördert die Durchblutung.

Warmes Fußbad

Ein Fußbad mit Magnesiumsalz (Epsom-Salz) vor dem Schlafengehen entspannt die Muskulatur und beruhigt unruhige Beine.

Wärmflasche oder Heizkissen

Manche Betroffene reagieren besser auf Wärme. Probieren Sie aus, was für Sie funktioniert – oft hilft der Wechsel zwischen beiden.

💆 Massage und Dehnung

Selbstmassage

Massieren Sie Ihre Waden und Oberschenkel mit kreisenden Bewegungen. Verwenden Sie bei Bedarf ein Massageöl mit Pfefferminze oder Lavendel.

Dehnung der Wadenmuskulatur

Stellen Sie sich vor eine Wand, setzen Sie ein Bein nach hinten und drücken Sie die Ferse in den Boden. 30 Sekunden halten, dann wechseln.

Faszienrolle

Rollen Sie Ihre Beine langsam über eine Faszienrolle. Dies löst Verspannungen und fördert die Durchblutung.

🏃 Bewegung

Abendspaziergang

Ein kurzer Spaziergang (15-20 Minuten) vor dem Schlafengehen kann die Symptome reduzieren. Vermeiden Sie jedoch intensiven Sport am Abend.

Sanftes Radfahren

Ob auf dem Heimtrainer oder draußen – leichtes Radfahren beansprucht die Beinmuskulatur und kann RLS lindern.

Yoga und Stretching

Sanfte Yoga-Übungen entspannen Körper und Geist. Besonders Beindehungen und Entspannungsübungen sind hilfreich.

🍵 Tees und natürliche Getränke

Baldriantee

Baldrian wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann beim Einschlafen helfen. 1-2 Tassen etwa eine Stunde vor dem Schlafen.

Lavendeltee

Lavendel hat entspannende Eigenschaften und fördert einen ruhigen Schlaf.

Magnesiumreiches Mineralwasser

Wählen Sie Mineralwasser mit hohem Magnesiumgehalt (über 100 mg/L) als Ihre Standardwasserwahl.

⚠️ Vermeiden Sie am Abend:

  • Koffein (Kaffee, schwarzer Tee, Cola, Energydrinks)
  • Alkohol – verschlimmert RLS oft in der zweiten Nachthälfte
  • Zu viel Zucker

🛏️ Schlafumgebung optimieren

Beschwerte Decke

Viele RLS-Betroffene berichten von Linderung durch Gewichtsdecken. Der sanfte Druck beruhigt das Nervensystem. Mehr zu Gewichtsdecken →

Kühles Schlafzimmer

Eine Raumtemperatur von 16-18°C ist optimal. Die Kühle kann RLS-Symptome reduzieren.

Kissen zwischen den Beinen

Beim Seitenschlafen kann ein Kissen zwischen den Knien den Druck reduzieren und entspannend wirken.

Beine hochlegen

Lagern Sie die Beine leicht erhöht. Dies verbessert den venösen Rückfluss und kann die Symptome lindern.

🧠 Entspannungstechniken

Progressive Muskelentspannung

Spannen Sie nacheinander alle Muskelgruppen an und lassen Sie wieder los. Dies reduziert die allgemeine Anspannung.

Atemübungen

Tiefe Bauchatmung aktiviert den Parasympathikus und fördert die Entspannung. 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden ausatmen.

Ablenkung

Manchmal hilft es, sich abzulenken – etwa durch ein spannendes Hörbuch, Podcast oder ruhige Musik. Der Fokus weg von den Beinen kann die Symptome erträglicher machen.

Akupressur-Punkte für zuhause

Diese Punkte können Sie selbst massieren:

San Yin Jiao (SP6)

Vier Fingerbreit über dem Innenknöchel. Drücken Sie diesen Punkt 30-60 Sekunden mit mäßigem Druck.

Zu San Li (ST36)

Unterhalb der Kniescheibe, außen am Schienbein. Massieren Sie kreisend für 1-2 Minuten pro Bein.

Mehr zu Akupressur-Produkten →

Tagebuch führen

Ein RLS-Tagebuch hilft Ihnen, Auslöser zu identifizieren. Notieren Sie täglich:

  • Schwere der Symptome (1-10)
  • Schlafqualität
  • Ernährung und Getränke
  • Aktivitäten und Sport
  • Stress-Level
  • Angewandte Hausmittel und deren Wirkung

Wann reichen Hausmittel nicht mehr aus?

Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn:

  • Die Symptome trotz Hausmitteln mehrmals pro Woche auftreten
  • Ihr Schlaf dauerhaft gestört ist
  • Ihre Lebensqualität stark beeinträchtigt wird
  • Sie bereits unter Erschöpfung oder depressiven Verstimmungen leiden

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