Behandlung des Restless-Legs-Syndrom (RLS) mit CBD
Über die Behandlung des RLS mit cannabisbasierten Arzneimittel existieren kaum klinische Studien. Doch die wenigen Studien die es gibt, sind sehr vielversprechend.
An der Université de Bordeaux in Frankreich wurde eine Studie mit sechs RLS-Patienten durchgeführt durchgeführt. Fünf der sechs Probanden berichteten nach der Cannabisbehandlung, dass die Symptome nahezu vollständig verschwanden. Ein Proband sprach sogar von einer vollständigen Heilung. Auch die Schlafqualität habe sich erheblich verbessert, so berichteten sie.
Eine weitere Studie, von der Universidad Complutense de Madrid, liefert Hinweise, dass Cannabinoide, wie THC und CBD, mit den CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoidsystems interagieren. Dadurch wird die Dopamin-Freisetzung reguliert. Bereits bei der Behandlung von Bewegungsstörungen, im Rahmen einer Parkinson-Erkrankung, wurde dies als wirksam erwiesen.
CBD-Öl gegen RLS
CBD-Öl ist legal und frei verkäuflich, da es lediglich das nicht-psychoaktive Cannabinoid Cannabidiol (CBD) enthält. Es verfügt über keine suchtfördernde oder berauschende Wirkung. Erfahrungsberichte zeigen, dass CBD gegen Schlafstörungen, Muskelkrämpfe wie auch gegen den Bewegungsdrang helfen kann. Es gibt mittlerweile einige Anbieter, wobei darauf geachtet werden sollte, dass es sich um reines CBD handelt und dem Öl nicht weitere chemische Stoffe beigemischt wurden. Hier spricht man von einem Vollspektrum / Vollextrakt. Im allgemeinen ist CBD gut verträglich und mit Nebenwirkungen ist nicht zu rechnen.
Dennoch empfohlen, die Anwendung vorab mit dem Arzt zu besprechen.
Quellen:
- Département de Neurophysiologie Clinique, Pôle Neurosciences Cliniques, CHU de Bordeaux, Bordeaux, France, Megelin T1, Ghorayeb I2, 2017, “Cannabis for restless legs syndrome: a report of six patients”
- Departamento de Psicobiologia, Facultad de Psicologia, Universidad Complutense de Madrid, Spain, Rodriguez De Fonseca F1 et al., 2001, “Role of the endogenous cannabinoid system as a modulator of dopamine transmission: implications for Parkinson’s disease and schizophrenia”