Häufig gestellte Fragen zum Restless Legs Syndrom
Hier beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das Restless Legs Syndrom. Haben Sie eine Frage, die nicht beantwortet wird? Schauen Sie in unseren ausführlichen RLS-Ratgeber.
Grundlagen
Was ist das Restless Legs Syndrom?
Das Restless Legs Syndrom (RLS), auch Syndrom der unruhigen Beine genannt, ist eine neurologische Erkrankung. Typisch ist ein unbändiger Bewegungsdrang in den Beinen, besonders in Ruhephasen und am Abend. Oft wird dieser von unangenehmen Missempfindungen wie Kribbeln, Ziehen oder Stechen begleitet.
Ist RLS eine ernsthafte Erkrankung?
RLS ist keine lebensbedrohliche Erkrankung, kann aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Chronischer Schlafmangel kann zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen und psychischen Belastungen führen.
Wie viele Menschen sind betroffen?
Schätzungen zufolge leiden 5-10% der Bevölkerung unter RLS. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, die Häufigkeit nimmt jedoch mit dem Alter zu.
Symptome
Welche Symptome sind typisch für RLS?
- Unbändiger Bewegungsdrang in den Beinen
- Missempfindungen: Kribbeln, Ziehen, Stechen, Brennen
- Verschlechterung in Ruhe und am Abend/Nacht
- Besserung durch Bewegung
- Schlafstörungen als Folge
→ Ausführlicher Artikel zu RLS-Symptomen
Betrifft RLS nur die Beine?
Obwohl der Name „Restless Legs“ darauf hindeutet, können die Symptome auch in anderen Körperteilen auftreten – etwa in den Armen, seltener auch im Rumpf. Die Beine sind jedoch am häufigsten betroffen.
Wann treten die Symptome auf?
RLS-Symptome verschlechtern sich typischerweise am Abend und in der Nacht. Sie treten besonders in Ruhesituationen auf – beim Fernsehen, im Kino, auf langen Reisen oder beim Einschlafen.
Ursachen
Was verursacht RLS?
Man unterscheidet zwei Formen:
- Primäres RLS: Ohne erkennbare Ursache, oft genetisch bedingt
- Sekundäres RLS: Ausgelöst durch andere Erkrankungen oder Mangelzustände
→ Ausführlicher Artikel über RLS-Ursachen
Ist RLS vererbbar?
Ja, es gibt eine genetische Komponente. Etwa 40-60% der Betroffenen haben Familienmitglieder mit RLS.
Welche Rolle spielt Eisenmangel?
Eisenmangel ist einer der häufigsten Auslöser für sekundäres RLS. Selbst wenn die Blutwerte normal erscheinen, kann ein Mangel im Gehirn vorliegen. Eine Überprüfung des Ferritin-Werts ist daher wichtig.
→ Empfohlene Eisenpräparate bei RLS
Kann RLS in der Schwangerschaft auftreten?
Ja, bis zu 30% der Schwangeren entwickeln RLS-Symptome, besonders im letzten Trimester. Die gute Nachricht: Bei den meisten verschwinden die Beschwerden nach der Geburt.
→ RLS in der Schwangerschaft – alles Wichtige
Diagnose
Wie wird RLS diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt hauptsächlich durch die Krankengeschichte und die typischen Symptome. Es gibt keine spezifischen Tests, aber Blutuntersuchungen (Eisen, Ferritin) und neurologische Untersuchungen helfen, andere Ursachen auszuschließen.
Welcher Arzt ist zuständig?
Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt. Bei Bedarf überweist dieser an einen Neurologen oder ein Schlaflabor.
Behandlung
Ist RLS heilbar?
Primäres RLS ist derzeit nicht heilbar, aber gut behandelbar. Bei sekundärem RLS können die Symptome verschwinden, wenn die Grundursache behandelt wird.
Welche Medikamente helfen?
Häufig eingesetzte Medikamente sind:
- Dopaminagonisten (z.B. Pramipexol, Ropinirol)
- L-Dopa
- Gabapentinoide
- Opioide (bei schweren Fällen)
→ Erfahrungsbericht zu RLS-Medikamenten
Was ist Augmentation?
Augmentation bedeutet, dass sich RLS-Symptome durch die Medikamente paradoxerweise verschlechtern. Dies tritt besonders bei langfristiger L-Dopa-Einnahme auf.
Selbsthilfe
Was kann ich selbst tun?
- Regelmäßige Bewegung (aber nicht direkt vor dem Schlafen)
- Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin
- Guter Schlafrhythmus
- Massagen und Dehnübungen
- Entspannungstechniken wie Meditation
- Hausmittel wie Wärme, Kälte und Akupressur
→ Umfangreiche Selbsthilfe-Tipps
Welche Produkte können helfen?
- Magnesium – für Muskelentspannung
- Eisen – bei Mangel
- Massagegeräte – für die Beine
- TENS/EMS-Geräte – elektrische Stimulation
- Gewichtsdecken – für besseren Schlaf
- Akupressur-Produkte – natürliche Stimulation
Helfen alternative Behandlungen?
Einige Betroffene berichten von positiven Erfahrungen mit:
- CBD
- Kratom
- Nahrungsergänzung (Magnesium, Eisen, B-Vitamine)
Weitere Fragen? Stöbern Sie in unserem RLS-Ratgeber oder Blog.