RLS

Was ist RLS? – Das Restless Legs Syndrom verstehen

Das Restless Legs Syndrom (RLS), auch bekannt als Syndrom der unruhigen Beine oder Willis-Ekbom-Krankheit, gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Es betrifft Millionen Menschen weltweit und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.


So fühlt sich RLS an – aus Betroffenensicht

Aus eigenen Erfahrungen beschreibe ich das Gefühl folgendermaßen:

  • Ich muss meine Beine dauerhaft bewegen – zwanghaftes Stillhalten schmerzt
  • Es kribbelt, sticht und krampft in den Beinen
  • Lenke mich 24/7 ab, sonst wirst du denken, ich bin nervös
  • Gerade wenn ich Ruhe habe, machen mir die Beine einen Strich durch die Rechnung
  • Jedes Zubettgehen ist eine Qual – Beine zappeln und krampfen ohne Ende
  • Massieren bringt Linderung, aber das geht nicht ununterbrochen
  • Ich fühle mich dauerhaft müde und erschöpft

Das ist die Kurzform unseres Leidens. Bei jedem ist RLS unterschiedlich ausgeprägt – wir sind alle Individuen.


Primäres Restless Legs Syndrom

Die Ursachen des primären RLS sind bislang noch nicht vollständig erforscht. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Störungen des Gehirnstoffwechsels an der Entstehung beteiligt sind.

Der körpereigene Botenstoff Dopamin scheint eine entscheidende Rolle zu spielen. Dopamin ist unter anderem für die Steuerung und Kontrolle von Bewegungen zuständig. Es wird vermutet, dass eine Störung im eigenen Dopamin-System die Beschwerden auslöst.

Diese Vermutung wird durch Behandlungserfolge mit Medikamenten gestützt, die ähnlich wie körpereigene Dopamine auf die Kommunikation zwischen Muskeln und Gehirn wirken.

Genetische Komponente

Das primäre RLS scheint eine erbliche Komponente zu besitzen. Viele Betroffene – auch ich – berichten, dass auch andere Familienmitglieder von der Erkrankung betroffen sind.

Wer unter dieser Form leidet, erkrankt oftmals deutlich früher als andere an RLS.

→ Mehr über Genetik und Vererbung bei RLS


Sekundäres Restless Legs Syndrom

Bei dieser Form treten die Symptome im Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung oder eines Mangelzustandes auf. Die Auslöser können vielfältig sein:

Häufige Auslöser:

  • Eisenmangel – einer der häufigsten Auslöser
  • Nierenerkrankungen
  • Schwangerschaftmehr dazu in unserem Ratgeber
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • Vitamin B12 oder Folsäure-Mangel

In der Regel gilt: Sobald die Grundursache behoben ist – zum Beispiel der Eisenmangel – verbessert sich auch das RLS.

Wichtig: Kontaktieren Sie einen Facharzt zur Abklärung. Handeln Sie niemals eigenmächtig und halten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Arzt.

→ Ursachen, Untersuchung und Behandlung


RLS bei verschiedenen Personengruppen


Diagnose und Symptome


Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Wege, mit RLS umzugehen:

Medikamentöse Behandlung

Verschiedene Medikamente können helfen, die Symptome zu lindern. Allerdings haben viele Nebenwirkungen. Lesen Sie meine persönlichen Erfahrungen mit RLS-Medikamenten.

Achtung: Bei langfristiger Einnahme kann es zur Augmentation kommen – einer Verschlechterung der Symptome durch die Medikamente selbst.

Alternative Ansätze

Selbsthilfe

Viele Strategien können Sie selbst umsetzen:


Sie sind nicht allein

RLS kann isolierend wirken, aber Millionen Menschen teilen Ihre Erfahrung. Auf dieser Seite finden Sie Informationen, Tipps und die Gewissheit: Gemeinsam sind wir nicht alleine.

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