RLS Symptome – Die Anzeichen des Restless Legs Syndroms
Das Restless Legs Syndrom äußert sich durch charakteristische Symptome, die das Leben der Betroffenen erheblich beeinflussen können. Hier erfahren Sie, woran Sie RLS erkennen und was die typischen Anzeichen sind.
Die vier Hauptkriterien des RLS
Für die Diagnose des Restless Legs Syndroms müssen laut internationalen Standards vier Hauptkriterien erfüllt sein:
1. Bewegungsdrang in den Beinen
Ein unbändiger Drang, die Beine zu bewegen, oft begleitet von unangenehmen Empfindungen. Dieser Drang ist kaum zu unterdrücken und wird als quälend empfunden.
2. Verschlechterung in Ruhe
Die Symptome beginnen oder verschlimmern sich in Ruhephasen – beim Sitzen, Liegen oder Entspannen. Je länger die Ruhe andauert, desto stärker werden die Beschwerden.
3. Besserung durch Bewegung
Bewegung lindert die Symptome – zumindest vorübergehend. Aufstehen, Gehen oder Dehnen verschafft Erleichterung, bis die Ruhe wieder einkehrt.
4. Tageszeitliche Schwankungen
Die Symptome sind abends und nachts stärker als tagsüber. Dies unterscheidet RLS von anderen Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen.
Typische Missempfindungen
Betroffene beschreiben die RLS-Symptome mit verschiedenen Begriffen:
- Kribbeln – wie Ameisenlaufen unter der Haut
- Ziehen – ein unangenehmes Spannungsgefühl
- Stechen – nadelartige Empfindungen
- Brennen – Hitze in den Beinen
- Jucken – tief unter der Haut, nicht durch Kratzen zu lindern
- Elektrisierende Gefühle – wie leichte Stromschläge
- Schmerzen – dumpf oder stechend
„Es ist schwer zu beschreiben. Es ist nicht Schmerz, es ist nicht Jucken, es ist ein Gefühl, das man nicht ignorieren kann. Die Beine wollen einfach nicht stillhalten.“
Begleitsymptome und Folgen
Schlafstörungen
Die häufigste und belastendste Folge sind Schlafstörungen:
- Einschlafprobleme durch die Unruhe
- Häufiges Erwachen in der Nacht
- Periodische Beinbewegungen im Schlaf (PLMS)
- Nicht erholsamer Schlaf
→ Mehr über RLS und Schlafstörungen
Tagesmüdigkeit und Erschöpfung
Chronischer Schlafmangel führt zu:
- Extreme Müdigkeit am Tag
- Konzentrationsprobleme
- Leistungseinbußen
- Reizbarkeit
Psychische Belastung
Die ständige Belastung kann zu psychischen Folgen führen:
- Depressive Verstimmungen
- Angststörungen
- Frustration und Hoffnungslosigkeit
- Soziale Isolation
Symptomverlauf
Wann treten Symptome auf?
- Abends: Typischerweise beginnen die Symptome nach 18 Uhr
- In Ruhe: Beim Fernsehen, Lesen, im Kino, auf langen Reisen
- Beim Einschlafen: Der häufigste und belastendste Zeitpunkt
- Nachts: Oft auch Aufwachen durch die Symptome
Schweregrade
- Leicht: Symptome treten 1-2 mal pro Woche auf
- Mäßig: 3-4 Nächte pro Woche betroffen
- Schwer: Fast jede Nacht Symptome, erhebliche Beeinträchtigung
- Sehr schwer: Kontinuierliche Symptome, auch tagsüber
Wann zum Arzt?
Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn:
- Die Symptome regelmäßig auftreten
- Ihr Schlaf deutlich beeinträchtigt ist
- Die Lebensqualität leidet
- Sie sich tagsüber erschöpft fühlen
→ Mehr über Untersuchung und Behandlung
Symptome lindern
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Symptome zu reduzieren:
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